Davie, Alan (1920–2014)

alan_davie_portrait

Alan Davie, schottischer Maler, Schmuckdesigner, Jazzmusiker und Graphiker, geb. am 28.09.1920 in Gangemouth, Schottland, gest. am 05.04.2014 in Hertford, England. Davie war der erste abstrakt arbeitende britische Maler, der nach dem Zweiten Weltkrieg zu internationalem Ruhm gelangte. In seinen farbig-kraftvollen Gemälden entwickelte er ab 1945 eine emblematische Symbolsprache. Alan Davie studierte 1937-41 am Edinburg Art College of Art und erlernte ebenfalls das Silberschmiedehandwerk. Er befasste sich mit exotischer Kunst, spielte mehrere Instrumente, entdeckte seine Liebe zum Jazz und schloss sich als Saxophonist der Jazzband Cam Robbie an. In London beeindruckten ihn die Kunstwerke Paul Klees und Pablo Picassos. Mit seiner farbenfrohen, abstrakt-expressiven Malerei bezieht er sich auf die Tradition der modernen schottischen Kunst. 1948 begegnete er der amerikanischen Kunstsammlerin Peggy Guggenheim. Sie machte ihn mit den frühen Werken des amerikanischen Abstrakten Expressionismus bekannt. Mit dem Ankauf eines seiner Werke von Peggy Guggenheim wurde Davies künstlerische Karriere gefördert. 1950 wurdein London seine erste Einzelausstellung ausgerichtet. 1956 reiste er nach New York. In den 1960er Jahren vollzog sich ein Stilwandel zu Kompositionen mit realen und fiktiven Zeichen und persönlichen Symbolen. Seine von Kunstwerke wurde seit den 1940er Jahren in zahlreichen Übersichtsschauen gezeigt und sind in den großen internationalen Sammlungen vertreten.