Calder, Alexander (1898-1976)

Alexander_Calder

Alexander Calder, geb. 22.08.1898 Philadelphia, gest. 11.11.1979 New York. Calder studierte 1915-18 am Technikum New York, 1922 Zeichenschule, anschließend Malereistudium bis 1926. Danach lebte er in Paris. Ursprünglich schuf Calder Karrikaturen und bewegte Drahtplastiken. Er war Mitglied der Pariser Künstlergruppe „Abstraction-Création“; 1931 entstanden abstrakte Bilder unter dem Einfluss von Joan Miró, Fernand Léger , Hans Arp und Piet Mondrian. 1933 Übersiedlung nach Roxwell, Conneticut. Calder ist bekannt für seine schweren „Stabiles“, viel mehr jedoch für die konträren „Mobiles“, die auf der Einführung des Moments der Veränderlichkeit beruhen. Durch leichte Berührung entstehen ständig wechselnde Konstellationen. Spielerischen Vorstellungen von Kunst werden in diesen Mobiles offenbar. Die oft in den Grundfarben rot-blau-gelb und schwarz gehaltenen Mobiles aus Eisendrähten und Blechscheiben erinnern an schwebende, insektenhafte Lebewesen mit Fühlern oder an florale Gebilde. Das monumentale Mobile vor dem Unesco-Gebäude in Paris wurde 1958 errichtet. Tapisserien Jean Mirós sind mit großen Mobiles von Alexander Calder, mit dem Miró befreundet war, in einem eigenen Saal im Barceloner Miró-Museum vereint. Calder beschäftigte sich auch mit Bühnendekorationen, Buchillustrationen und Schmuck. Sein grafisches Werk umfasst zahlreiche Lithographien, die vor allem von der Galerie Maeght mit der Publikation „Derrière le Miroir“ einem größeren Publikum zugänglich gemacht wurden.