Chillida, Eduardo (1924-2000)

Eduardo Chillida

Eduardo Chillida (eignentl.: E. C. Juantegui), spanischer Bildhauer und Grafiker, wurde weltberühmt durch seine "Windkämme"  (Peines de viento, 1976) genannten Stahlskulpturen in der Bucht von San Sebastián. In Deutschland ist Chillida einem breiten Publikum durch die Skulptur vor dem Kanzleramt bekannt geworden.

Nach dem Architekturstudium in Madid (1942-1947) wandte er sich der Bildhauerei zu. Anfängliche Arbeiten mit Stein unter dem Einfluss von J. González wurden av 1950 abgelöst durch erste Skulpturenr aus Stahl, einem Material, mit dem er sich fortan hauptsächlich beschäftigte. Sein künstlerisches Schaffen war geleitet von seinem Interesse an Raum, weniger an Volumen und Perspektive. Seine Skulpturen sind durch zeichenhafte Formunterteiilungen und Homogenität des Materials gekennzeichnet, wobei er immer wieder Formverknotungen und -verschlingungen bevorzugt. Seine Kunst wirkt teils geometrisch streng, teils expressiv mit einem monumentalen Anspruch, auch im kleinen Format, wie es seine Druckgrafiken anschaulich machen.  Auf weißes dickes, meist handgeschöpftes, Büttenpapier wurden mit Schwarzplatten expressive, geometrische Flächen, manchmal in Kombination mit einem Geflecht aus Strichen in gestischer Manier. Bei seinen Grafiken setzt er entweder den Prägedruck, auch Blindprägung, oder die Technik der Aquatinta-Radierung ein. 

Ausstellungen / Museumssammlungen (Auswahl):

1958 Biennale Venedig, Großer Preis für Skulptur

1959-1977 documenta Kassel (2, 3, 4, 6)

1980 Retrospektive, Guggenheim-Museum, New York

Werke in großen Museumssammlungen (Auswahl):

Tate London

MOMA New York

Neue Nationalgalerie, Berlin