Moore, Henry (1898–1986)

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Henry Moore; geb. am 30.07.1989 in Castleford (Yorkshire); gest. 31.08.1986 in Much Hadham bei Cambridge. 1919-21 Studium am Leeds College of Art. 1921-24 am Royal College of Art, London. 1924-32 Dozent für Plastik, 1932-39 Leiter der Plastikabteilung an der Chlsea School of Art, London. 1925 Reise durch Frankreich und Italien, Studium der Werke Masaccios und Michelangelos. 1936 Reise nach Spanien, 1937 Anschluss an eine Gruppe britischer Surrealisten. 1943 erste Einzelausstellung im Ausland in der Buchholz Gallery, New York. 1945 Ehrendoktorwürde der University Leeds als erste von zahlreichen weiteren akademischen Auszeichnungen. 1946 erste Retrospektive im Museum of Modern Art, New York. 1958 Ehrendoktorwürde der Harvard Universisty. Moore gilt als der bedeutendste britische Bildhauer von internationalem Rang. Er beeinflusste maßgeblich nachfolgende Künstlergenerationen.  Anfänglich wurde er von der griechisch-römischen Antike inspiriert, fortan maßgeblih von der "primitiven Kunst" der präkolumbianischen, ägyptischen und mexikanischen Skulpturen, aber auch vom Kubismus und der italienischen Renaissance. Die Künstler Brancusi, Archipenko und Picasso haben Moore in seiner künstlerischen Entwicklung deutlich  beeinflusst. Zentrales Bildthema ist die weibliche Figur, meist in liegender Position. Seine Druckgraphik stellt einen bedeutenden Beitrag zur Bildhauergraphik des 20. Jhs. dar. Mit den berühmten Liegenden, den  "Reclining Figures" entwickelte Moore einen Personalstil, der mit seiner Kunst assoziiert wird. 1928 erste Einzelausstellung in der Warren Gallery, London. 1930 schloss sich Mooreder avantgardistischen Künstlergruppe mit Barbara Hepworth und Ben Nicholson an, der »Seven and Five Society«. Einflüsse des Surrealismus bestimmten Moores Werke in der Zeit von 1930-1936. Der bis dahin vollständig gestaltete weibliche Körper wurde nun mit Aushöhlungen und Teilungen dargestellt (Resting Figure, 1930). Mit Beginn der Moderne wurde eine  realitätssgenaue Darstellung von Personen als unzeitgemäß empfunden und abstrakte Formgbungen wurden vorherrschend. 1948 Teilnahme an der Biennale in Venedig. Werkgruppen entstanden, Beispiel: Family Group (1948/49). Moore fokussierte sich fortan auf Arbeiten im monumentalem Format für den öffentlichen Raum, meist in Bronze: große liegenden Figuren für das UNESCO-Hauptquartie, Paris (1957/58), Lincoln Center, New York (1963 — 65) und die Two Large Forms (1979) für das Bundeskanzleramt in Bonn. 1977 Gründung der Henry Moore Foundation in Much Hadham.