Rosenquist, James (*1933)

james rosenquist

James Rosenquist; der amerikanische Künstler wurde am 29.22.1933 in Grand Forks geboren. 1952-54 Studium an der University of Minnesota und 1955-58 an der Art Students' League (Stipendium), wo George Grosz lehrte. In New York Tätigkeit als Designer und Plakatmaler; er wurde deshalb auch "Billboard Michelangelo" genannt. 1960 Atelier im Süden Manhattans, in Nachbarschaft zu Ellsworth Kelly, Robert Indiana, Robert Rauschenberg, Jasper Johns und Barnett Newman. James Rosenquist schuf großformatige Bilder mit stark vergrößerten Einzelelementen. 1962 Teilnahme an der Ausstellung "The New Realists" in der Sidney Janis Gallery, New York. Diese Ausstellung begründete die Pop-Art. 1964 wird James von dem Pop-Art-Galeristen Leo Castelli vertreten. In seinen Bildern bemalte Rosenquist Transparentfilme mit Neonfarben und Zeichen aus der Werbung. Es entstanden perspektivisch gestaffelte, konstrukierte Raumgemälde mit raffinierter illusionistischer Wirkung, die er später unter Einsatz von kunstfremden Materialien wie Spiegel, Plexiglas und Neonlicht noch steigerte. Rosenquist ist ein Künstler, der eine unvergleichlich eigenständige, subtile Bildsprache entwickelt hat, die eine adäquate Visualisierung seiner frischen, unvoreingenommenen Ideen ermöglichte. Das Werk, das James Rosenquist schließlich berühmt machte, malte er 1965 für eine Ausstellung bei Leo Castelli: "F 111" im Format 3 x 26 Meter, das sich als fortlaufendes Band über die Wände der Galerie erstreckte. Neben dem malerischen Oeuvre entsand ab 1965 ein umfangreiches graphisches Werk. Jeames Rosenquist arbeitete zunächst mit der Technik der Lithographie, später mit Siebdruck und Radierung. Ab 1967 experimentierte er mit transparenter Plastikfolie, die er als Bildträger benutzte. Schon früh wird sein Schaffen museal gewürdigt. 1968 Retrospektive in der National Gallery of Canada in Ottawa; 1972 große Ausstellungen im Wallraf-Richartz-Museum in Köln, im Whitney Museum, New York und im Museum of Contemporary Art in Chicago. 1978 wurde das Gemälde "F 111" auf der 38. Biennale Venedig gezeigt. 1986 versteigerte Sotheby’s dieses Werk für 2,09 Mill. US-Dollar (heute befindet es sich im MOMA Museum of Modern Art, New York). 1993 retrospektive Ausstellung des graphischen Werks ("Time Dust, Complete Graphics 1962-1992") statt, die in zwölf US-amerikanischen Städten gezeigt wird und die Bedeutung seiner Graphiken untermauert. James Rosenquist lebt und arbeitet in New York.