Kelly, Ellsworth (*1923)

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Ellsworth Kelly, geb. 31.05.1923 in Newburgh/New York. Amerikanischer Maler und Bildhauer. Studium 1946-48 an der Boston Museum School, 1948-50 an der École des Beaux-Art in Paris, wo er bis 1954 lebte. 1955 Übersiedlung nach New York. Seine Kunst ist anfänglich von Werken der europäischen Künstler Jean Arp, Georges Braques und Henri Matisse beeinflusst, später orientierte sich Kelly an dem Abstrakten Expressionismus und dem Konstruktivismus. Die Malerei mit flächigen, reduzierten Farbflächen auf weißem Grund lässt sich kunsthistorisch in die Nähe des Bauhauses (Albers, Itten, Bill u.a.) und ansatzweise der Russischen Avantgarde einordnen. Bezüge zur europäischen Op-Art und Farbfeldmalerei der 1950er und 1960er Jahre sind erkennbar. »I have wanted to free shape from its ground, and then to work the shape so that it has a definite relationship to the space around it (...) the shape finds its own space and always demands its freedom and separateness« (Kelly 1983, zit.n. Artists choice 1990). Er entwickelte seinen Personalstil, in dem leuchtend farbige, monochrome Farblächen zum Einsatz kommen, meist in klaren geometrischen Formen oder deren Segmente (Rechtecke, Quadrate, Rhomben, Ovale).