Moll, Marg (1884–1977)

marg moll

Marg Moll, geb. 1884 geboren, gest. am 15. März 1977 in München. Künstlerische Ausbildung am Städelschen Kunstinstitut in Frankfurt am Main mit Fokus auf Bildhauerei. Schülerin von Hans Völcker. 1905 Unterricht bei dem Maler Oskar Moll, den sie ein Jahr später heiratete. Gemeinsam siedelte das Ehepaar nach Berlin über und arbeitete im Atelier von Lovis Corinth, der 1907 ein Ölbild von ihr Marg Moll anfertigte. 1907 zog das Paar nach Paris, Freundschaft mit Henri Matisse an. In Matisse' Schülerwerkstatt arbeitete Marg Moll primär an plastischen Werken. Marg Moll verarbeitete in ihren folgenden Argeiten die Einflüsse von Alexander Archipenko, Constantin Brâncuși und Ossip Zadkin, mit denen sie in Paris bekannt geworden war. 1928 Schülerin von Fernand Léger. Mitgliedschaft bei der "Groupe 1940"; gemeinsame Ausstellung mit Robert Delaunay und Albert Gleizes. Ihr bildhauerisches Werk der Spätphase zeichnet sich durch reduzierte, lineare Bronzen und gebeizte, expressive Holzskulpturen aus. Ihre abstrakten Graphiken sind eigenständge, von der Skulptur losgelöste Werke, die dem Kubismus und der russischen Avantgarde nahestehen, jedoch in ihrer pastellenen Farbigkeit zurückhaltender und weniger expressiv gestaltet sind.