Slevogt, Max (1868–1932)

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Max Slevogt wurde am 8. Oktober 1968 in Landshut geboren; er verstarb am 20. September 1932 in Leinsweiler-Neukastel (Pfalz). Slevogt (1868-1932) studierte 1884 – 1890 an der Münchner Akademie, sein Schaffen steht zu diesem Zeitpunkt noch unter dem Einfluss von Wilhelm Trübner, Wilhelm Leibl und Arnold Böcklin. Er reiste 1889 bis 1890 nach Italien. Sesine Arbeiten orientieren sich an der niederländischen Kunst. 1898 besuchte er eine Rembrandt-Ausstellung in Holland. Nach einem Kurzaufenthalt in Frankfurt ließ sich der Künstler 1901 in Berlin nieder. Die Sommermonate verbrachte Slevogt auf seinem Landgut Neukastel in der Pfalz. Im selben Jahr wurde er als Professor nach München berufen. Max Slevogt wurde 1914 Mitglied der Akademie der Künste in Berlin und leitete ab 1917 ein Meisteratelier. In Berlin wurden seine Werke ab 1899 von Paul Cassirer ausgestellt, und es entstand eine enge Bindung zur neu gegründeten Berliner Sezession. Slevogts Schaffen ist durch dessen Doppelbegabung geprägt: des  malerisch-zeichnerischen und des musikalischen Talents, denn der Künstler war ein begabter Sänger und Pianist. Seine besondere Verehrung galt Wagner und Mozart. Eine freundschaftlich Beziehung pflegte Max Slevogt zu dem Sänger d'Andrade, den er in zahlreichen Porträtskizzen und Rollenbildnissen darstellte ("Der weiße d'Andrade", 1902; "Der rote d'Andrade", 1912). Sein Gesamtwerk ist durch den Impressionismus beeinflusst, weist aber auch Elemente des Symbolismus und des Jugendstils auf. In frühen Werken bearbeitete er dramatische Themen, schuf Gemälde von dunkler Farbigkeit, die sich gegen die Historienmalerei richteten. Die Beschäftigung mit dem französischen Impressionismus führte Max Slevogt schließlich zu einer lichten und pastosen Malweise, die fortan seinen Personalstil prägte. Die Beschäftigung mit dem Verhältnis von Licht und Farbe bestimmt nun seine Kunst. Die Lithographienfolge zu Mozarts Don Giovanni stellt eine persönlich durchdrungene Gestaltenwelt als gemalte Gleichnisse dar. Diese wie auch andere Illustrationen zu verschiedenen Themen demonstrieren Slevogts Sinn für das Momenthafte und für eine neuromantische Gefühlssteigerung, die das Märchenhafte  ebenso verarbeitet wie pointierte bis zum Düsteren geführte Handlungen. Sowohl im malerischen als auch graphischen Werk ist diese Weite des Schaffens zwischen ausgeprägtem Wirklichkeitssinn und Empfindungstiefe und heiter strömender Sinnlichkeit erkennbar.

Buchempfehlung:

1. Max Slevogt. Die Berliner Jahre. 23 x 30 cm, 206 Seiten. Wienand-Verlag, 2005

2. Max Slevogt in der Pfalz. 192 Seiten, 226 Abbildungen. Katalog der Max-Slevogt-Galerie in der Villa Ludwigshöhe bei Edenkoben