Nolde, Emil (1867-1956)

Emil_Nolde

Emil Nolde, geb. 07.08.1867, gest. 13.04.1956 in Seebüll.
1884-88 Lehre in einer Möbelwerkstatt und Besuch der Sauermannschen Schnitzschule in Flensburg, 1889/90 Studium an der Kunstgewerbeschule in Karlsruhe. 1898-99 Studium der Malerei in München und Dachau, von 1899-1900 an der Akademie Julian. Begegung mit dem französischen Impressionismus. 1900 Aufenthalt in Kopenhagen und 1901 in Berlin. 1908-10 Mitglieder der Berliner Sezession, danach Mitbegründer der Neuen Sezession. 1904 erste Gemälde („Erntetag“) und die Radierfolge „Phantasie“, in denen eine phantastisch-mystische Tendenz deutlich wird. 1906-07 Mitglieder der Künstlervereinigung „Brücke“. 1913-15 Teilnahme an einer Südsee-Expedition. 1938 wurden 1052 seiner Werke aus deutschen Museen als entartete Kunst entfernt. 1941 Malverbot. Heimlich fertigte er über 1300 Aquarelle an, die er als „Ungemalte Bilder“ bezeichnete. Seit 1940 ständiger Wohnsitz in Seebüll. Seit 1956 ist sein ehemaliges Wohnhaus Sitz der Stiftung Ada und Emil Nolde mit 120 Ölbildern. 1944 wurde das Berliner Atelier zerstört. Emil Noldes Kunst ist auf dramatische Ausdruckssteigerung und intensive Farbigkeit ausgerichtet und stellt eine besonders gefühlsbetonte Ausprägung des Expressionismus dar.