Picasso, Pablo (1881–1973)

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Pablo Picasso, geb. am 25. Oktober 1881 in Málaga (Spanien); verst. am 8. April 1973 in Mougins (Südfrankreich). Der spanische Maler, Graphiker und Bildhauer gilt als der bedeutendste Künstler der Moderne und hat die Kunst bis Mitte des 20. Jahrhunderts und darüber hinaus entscheidend geprägt. Schon als Kind begann seine künstlerische Ausbildung in akademischer Tradition, denn seine große Begabung wurde früh erkannt. Nach Stationen in Madrid und Barcelona hielt er sich häufig in Paris auf und entwikelte unter dem Einfluss Toulouse-Lautrecs, des Jugendstils und des Symbolismus seinen ersten eigenständigen Stil, den er fortan periodenweise wandelte. Das Gesamtwerk von Pablo Picasso gliedert sich in das Frühwerk (bis 1900), die Blaue Periode (1901–1904), die Rosa Periode mit der Übersiedlung nach Paris (1904–1906), den geometrischer Formgebung verpflichteten Kubismus in enger Zusammenarbeit mit Georges Braque (1907–1919), die neoklassizistischen Periode (1917-1925), die surrealistischen Werkphase (1925-1944) sowie in das Spätwerk ab 1945. In dieser späten Schaffensphase griff Picasso Motive der eigenen, früheren Bildwelt und kunsthistorische Vorbilder wie Delacroix, Manet und Velásquez auf. Sein bekanntestes Bild ist das monumentale Wandgemälde "Guernica", das er für die Weltausstellung 1937 schuf (heute im Prado, Madrid). Das Motiv einer weißen Taube auf dem Plakatentwurf zur Pariser Weltfriedenskonferenz von 1949 gilt seitdem als "Friedenstaube" weltweit. 1968 entstanden die zwei bekannten Radierzyklen mit dem Titel "Maler und Modell", wo er den Mythos des schaffenden Künstlers aufgreift. Picasso war einer der produktivsten Künstler. Sein Oeuvre umfasst weit mehr als 15.000 Werke, darunter Ölgemälde, Zeichnungen, Grafiken, Plastiken oder Keramikarbeiten, die er in Südfrankreich schuf. 1963 widmete die Stadt Barcelona Picasso ein eigenes Museum, das Museo Picasso, welches heute den größten Teil seines Nachlasses beherbergt. In Frankreich fand 1971 anlässlich seines  90. Geburtstags eine große retrospektive Aussstellung im Louvre statt. Postum, 1985, wurde das "Musée Picasso" in Paris eröffnet mit zahlreichen Werken der Erben. Pablo Ruiz y Picasso verstarb am 8. April 1973 in Mougins bei Cannes. Begraben wurde er im Garten seines Schlosses Vauvenargues.