Geiger, Rupprecht (1908–2009)

rupprecht geiger

Rupprecht Geiger, geb. am 26.01.1908 in München, gestl. am 06.12.2009 in München. Die Familie übersiedelte 1924 für ein Jahr nach Spanien, wo Rupprecht Geiger das "Colegio aleman" in Madrid besuchte. Geiger begleitete seinen Vater, den Maler Willi Geiger, auf Reisen auf die Kanaren und nach Marokko. Erste Zeichnungen und Aquarelle entstanden. 1926 trat der er in die Architekturklasse von Eduard Pfeiffer an der Kunstgewerbeschule in München ein. Das Examen als Architekt absolvierte Geiger 1935 und verbrachte ein halbes Jahr in Rom. Bevor er 1940 an die Front in Russland eingezogen wurde, arbeitete Geiger in einem Münchner Architekturbüro. In jener Zeit entstanden dunkeltonige Landschaftsaquarelle. Rupprecht Geiger gelangte 1942 nach Deutschland und begann danach durch Vermittlung seines Vaters als Kriegsmaler in der Ukraine zu arbeiten. Der Künstler kehrte nach Kriegsende nach München zurück. Im "Salon des Réalistes Nouvelles" in Paris wurde 1948 sein erstes abstraktes Bild ausgestellt. Mit Willi Baumeister, Matschinsky-Denninghoff und Fritz Winter gründete Geiger 1949 die Gruppe "ZEN 49". Zu seinem Personalstil fand Geiger in den 1950er Jahren. Der Maler ließ sich von der Weltraumforschung inspirierne und versuchte,  einen Zukunftsstil durch abstrakte, farbintensiven Kompositionen zu schaffen. An der "documenta" in Kassel nahm der Maler 1959 bis 1977 teil. Ab 1962 widmete er sich ausschließlich der Malerei. 1965-76 Professor an der Düsseldorfer Kuinstakademie. Ab 1982 war er Mitglied der Akademie der Schönen Künste in München. Für das Kulturzentrum Gasteig in München schuf Geieger 1987 eine Großskulptur, "Gerundetes Blau". Geigers Bilder und Grafiken zeichnen sich durch geometrische Abstraktion, meist mit einem zentralen Motiv (Oval, Kreis) aus, die in intensiver, leuchtender Farbigkeit gehalten sind.