Warhol, Andy (1928–1987)

Warhol_Portraitfoto

Andy Warhol (eigentlich Andrew Warhola), 1945 Besuch der Klasse "Pictorial Design" des Carnegie Institute of Technology, Studium der Kunstgeschichte, Soziologie und Psychologie. Seit 1949 Werbegrafiker in New York. Ab den 1950er Jahren begann Warhol eigene Bilder zu schaffen, in denen er Reklamebilder mit Techniken des Tachismus kombinerte. Seit 1962 entstanden Siebdrucke auf Leinwand und Papier, wobei er Konsumgegenstände und Artikel des Alltags, Kopien von Fotos, meist aus Zeitungen, und Übermalung in stereotypischen Kompositionen und später Portraits großer Persönlichkeiten der Geschichte und Gegenwart verband. Die Übermalung, bewusst neben die Binnenzeichnungslinien versetzt, ist inspiriert von druckereitypischen Fehldrucken, die durch Passerungenauigkeiten entstehen und die Warhol als Stilmittel erkannte. Diese Art der Übermalung wurde zu Warhols Markenzeichen. Seine künstlerischen Ideen wurden durch Mitarbeiter seines New Yorker Ateliers, der "Factory" umgesetzt. Warhol inszenierte sich als "suggestiver Apologet der Krise der spätkapitalistischen Gesellschaft" (dtv Lexikon der Kunst, Bd. 7, 714) und konstatierte: "Ich möchte eine Maschine sein".