Polke, Sigmar (1941–2010)

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Sigmar Polke, geb. 1941 in Oels, Schlesien. Übersiedlung 1953 nach West-Berlin. 1961-1967 Studium bei Götz, Hoehme und Beuys an der Düsseldorfer Kunstakademie. 1965 begründet er mit K. Fischer-Lueg und G. Richter die Malerei des »Kapitalistischen Realismus«, eine politisch orientierte Weise der Pop Art. Spätere Rasterbilder ironisierten die trivialen Medienträum der Konsumgesellschaft. Frei von jeder Gruppenzugehörigkeit entwickelte Polke eine der Pop-Art nahestehende, doch eigene Bildsprache, die mit Klischees, Widersprüchen und Rätselhaftem spielt. 1970/71 und 1977 Gastdozent an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. 1972-1982 Teilnahme an der documenta 5 - 7 in Kassel. 1989 Professur an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. 1991 Serie der »Neuen Bilder«. Sigmar Polke verstarb 2010.

Auszeichnungen (Auswahl): 1982 Will-Grohmann-Preis. 1984 Kurt-Schwitters-Preis. 1986 Großer Preis für Malerei auf der Biennale von Venedig. 1987 Lichtwark-Preis, Hamburg. 1988 Staatspreis des Landes Baden-Württemberg. 2002 Praemium Imperiale Preis für Malerei. 2007 Rubens-Preis der Stadt Siegen. Werke in 50 Öffentlichen Sammlungen (Auswahl): The Metropolitan Museum of Art, New York. Centre Pompidou, Paris. Stedelijk Museum, Amsterdam. Kunstmuseum Bern. Tate Britain, London. Pinakothek der Moderne, München. K21 – Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf. Sammlung Frieder Burda, Baden-Baden.

Buchempfehlung:

1. Sigmar Polke, Die drei Lügen der Malerei. Umfassende Monografie. Hatje-Cantz-Verlag. 25,4 x 28,5 cm. 376 Seiten, 337 Abbildungen

2. Sigmar Polke, Daphne. 440 Seiten, Fester Einband. Dieses von Reiner Speck in Zusammenarbeit mit dem Künstler Sigmar Polke konzipierte Buch gibt Einblick in die Werkstatt Polkes und in sein Arbeiten. Snoeck Verlagsgesellschaft, Köln, 2003.